Golfreisen in Zeiten des „Terrors“

Die aktuellen Geschehnisse in Paris wie auch im nahen Osten haben in den Golfforen von mygolf.de und  GolfPost zu interessanten Gesprächen geführt. Diese haben mich zum Nachdenken gebracht. Auch wenn ich bis dato wenige Golfreisen gemacht habe, so ist es dennoch ein Thema. Jeder „träumt“ davon auf den tollen Plätzen spielen wie man sie zum Beispiel im TV sieht.

Erholung beim Diktator?

Ohne Frage sind die Plätze wie der Jumeirah Golf Estates auf dem das Finale des Race to Dubai gespielt wird tolle Orte. Für den Montgomerie Maxx Royal in Belek (Türkei) kann man das sicherlich auch behaupten. Wie aber soll die aktuelle politische Lage unseren Urlaub diesbezüglich beeinflussen?

Für mich persönlich kann ich das wie folgt beantworten. Ein Land welches autokratisch und diktatorisch wie von Recep Erdoğan geführt wird fällt als Ziel für einen Erholungsurlaub weg. Wie soll ich mich in einem Land erholen können in dem die Pressefreiheit, die Versammlungsfreiheit wie auch die Meinungsfreiheit nichts zählt und vom Staate aus auch mit Gewalt niedergeknüppelt wird (siehe Proteste auf dem Taksim-Platz von 2013)?

Die politische Führung kann man auch in anderen beliebten und populären Zielen mit wenig Aufwand kritisieren. Dabei fallen viele Golfziele in Richtung Osten weg – die Vereinigten Arabischen Emirate, China, Katar etc.

Wo soll ich hin?

Was kommt denn als Golfziel überhaupt noch in Frage? Schauen wir von uns aus gen West-Nord-West und Süd-Westen. Die Heimat unseres schönen Sports – die britischen Inseln und Irland. Wo soll Golf besser sein als in der Wiege des Golfsports? Ok, wärmer könnte es sein! Dann ab nach Spanien oder Portugal. Zu nah? Dann auf in die USA. Kaum anderswo wird Golf populärer sein. Irgendwo findet bestimmt ein Turnier der PGA Tour statt welches man besuchen kann und man bekommt günstig die neusten (Golf)-Gadgets.

Fazit

Man kann das Thema durchaus intensiver und kontroverser diskutieren. Ebenso ist es mir bewusst, dass dies jetzt eine einfache Sicht der Dinge ist. Alles andere führt hier aber zu weit. Man kann argumentieren, dass es auch in Spanien durch baskische Separatisten zu Anschlägen kommen kann oder in Großbritannien die IRA plötzlich wieder erwacht. Den USA kann man auch vieles vorwerfen. Was aber der große Unterschied ist, in diesen Ländern kann, darf und soll man sagen was man denkt. Man kann die Regierung kritisieren ohne Angst zu haben im Gefängnis zu landen.

Ebenso kann man argumentieren, dass die Leute die in diesen Urlaubsorten arbeiten ja nichts dafür können. Das sehe ich anders, würde hier jetzt aber auch zu weit führen.

Wir können und sollten Golfurlaub an echten und eher klassischen Golfdestinationen machen. Es gibt genügend Alternativen, auch wenn es „nur“ das 17. Bundesland auf den Balearen ist. Was ist mit den Golfzielen hier in Deutschland? Mein Saisonabschluss im Land Fleesensee kann ich als kurze Lektüre empfehlen. Fehmarn, Sylt und Föhr sollen eine Reise wert sein und im Süden gibt es sicherlich auch tolle Plätze die man bereisen kann.