11 Prognosen für das Jahr 2016

Der Linksgolfer von meinem Lieblingsblog Spieltgolf.de hat auch für diese Saison 11 irre Prognosen für 2016 aufgestellt.

Die Saison hat auf der PGA Tour wie auf der European Tour bereits begonnen. Auf der anderen Seite des Atlantiks haben sich (fast) alle Sieger der letzen Saison auf Maui gemessen und auf der European Tour hat man sich in die warmen Gefilde von Süd Afrika begeben.

Nichtsdestotrotz beginnt auf der European Tour die Saison erst wirklich mit dem Desert Swing welcher diese Woche in Abu Dhabi beginnt. Daher nutze ich jetzt die letzte Chance und hoffe, dass meine Bloggerkollegen von Spieltgolf.de es mir nicht übel nehmen und ich meinen eigenen 11 (irren) Prognosen dagegen stelle.

Adam Scott verliert an Boden

Mit dem Anchoring Verbot kommen auf Adam Scott schwere Zeiten zu. Er wird schwer hadern und sich auf dem Grün markant verschlechtern und wird auf dem OWGR nach hinten durchgereicht. Auf den langen Putter will er ja nicht verzichten, nur auf das Anchoring.

Jason Day gewinnt zwei Major Turniere

Jason Day war in der letzten Saison einer der hervorragendsten Spieler. Er wird diese Saison über sich hinauswachsen und zwei Turniere gewinnen. Mein Tipp: US Open und PGA Championship.

Martin Kaymer schafft es zum RyderCup

Martin Kaymer wird es knapp zum RyderCup schaffen – ohne Wildcard.

Martin Kaymer gewinnt kein Turnier

Auch in dieser Saison wird Martin Kaymer einen Turniergewinne hinterher rennen. Ok, diese Prognose geht leicht konträr zu der davor.

Süd-Koreaner gewinnt ein Major

Wenn es um einen asiatischen Majorgewinn geht, dann Tippe ich eher auf einen Süd-Koreaner – oder vielleicht doch der Thailänder Aphibarnrat?!

Tiger Woods gewinnt ein Turnier

Tiger Woods greift nach seinen Rückenproblemen wieder in das Tourgeschehen ein. Nachdem er sich von Chris Como als Trainer trennen wird (Prognose in der Prognose) wird er wieder ein Turnier gewinnen.

Alex Cejka spielt bei Olympia

Ich denke, dass dies eine relativ verlässliche Prognose ist. Aktuell zweitbester Deutscher der Welt und es wird wohl seine einzige Olympiachance im Herbst der Karriere sein. Es ist ihm zu gönnen ein gute Show dort abzuliefern. Die jungen Spieler werden ihre Chance bekommen.

Rory McIlroy gewinnt das Race to Dubai

Ein paare relativ sichere Nummern brauche ich. Rory wird seinen RtD Sieg dieses Jahr erfolgreich verteidigen können. Er hat aus dem letzten Jahr gelernt und geht nicht mehr Fußballspielen. Daher wird das RtD in diesem Jahr an Spannung verlieren und der Sieg wird ihm schon vor dem Final nicht mehr zu nehmen sein.

Phil Mickelson und Lee Westwood verpassen den Ryder Cup (als Spieler)

Da bin ich ganz auf der Linie wie der Linksgolfer. Lee Westwood ist eh kein Favorit von mir, auch nicht bei den Majors. Er ist zwar für eine Top 10 immer zu haben, aber für Siege reicht es nicht mehr. Auch die Zeiten von Phil Mickelson gehen langsam aber sicher zu Ende. Er hadert ja unterdessen mit seinem ganzen Spiel – sehr schade. Ihm zuzusehen ist ja eigentlich eine Augenweide – immer auf Angriff.

Ian Poulter gewinnt kein Ryder Cup Match

Ian „Mr. Ryder Cup“ Poulter. Ein RC ohne ihn ist schwer vorstellbar, kaum einer verkörpert den Geist und den Teamgedanken mehr wie er. Dieses Jahr wird er es ohne Captainspick in das Team schaffen, obwohl Darren Clark seine Teilnahme ja schon als sicher deklariert hat. Er wird jedoch unter seinen Möglichkeiten bleiben und kein Match gewinnen.

Die USA gewinnt den Ryder Cup

Ryder Cup Jahre sind spezielle Jahre und ich liebe den Ryder Cup. Wer mich kennt weiss wie sehr ich mich für Matchplay begeistern kann, daher nochmals eine Ryder Cup Prognose.

In den Top 10 des OWGR sind aktuell 6 US Amerikaner und 3 Europäer. Mit Fowler, Spieth und Reed drei Weltklassespieler. Mit Dustin Johnson und Bubba Watson zwei Longhitter, welche aktuell qualifiziert hätten. Im letzen Jahr wurden 3 Majors von den Amis gewonnen. In diesem Jahr werden die Europäer wenig gegen die Amerikaner ausrichten können. Hinzu kommt der Heimvorteil.

Olympia und die verpasste Chance

Man kann unterdessen viel lesen über das olympische Golfturnier. Weshalb jetzt noch einen Beitrag über Golf und Olympia? Aus meiner Sicht gibt es noch andere Aspekte als die Skandale über den Bau des Olympiaplatzes, die Umweltschäden, den Wasserverbrauch, Korruption et cetera. Andere können besser darüber berichten wie ich. Einen aktuellen Beitrag dazu findet man auf NurGolf.
Ich denke man vergibt eine einmalige Chance Golf publikumswirksam zu präsentieren.

Pros oder Amateure?

Es fängt damit an, dass es Pros gibt die welche das olympische Turnier als das fünfte Major sehen. Andere wiederum sehen in dem Turnier gar keine Bedeutung wie z.B. der Australier Adam Scott welcher auf einen Start verzichtet.

Welchen Stellenwert kann so ein Turnier haben? Das Turnier ist prädestiniert als Weltklasse Amateurturnier. Wenn man sieht was in den letzten Jahren für großartige Spieler aus den Amateuren hervorgegangen sind, so in Spannung garantiert.

Weshalb schon wieder Zählspiel?

Langweiliges Zählspiel wurde gewählt. Weshalb? Es gibt doch soviele bessere und spannendere Formate. Allen voran Matchplay! Das WGC Matchplay zeigt doch um wieviel spannender dieses Format ist. Auch wer nicht so affin ist was Golf anbelangt lässt sich davon beeindrucken. Ein wirkliches Mann gegen Mann und Frau gegen Frau!

Oder wie wäre es mit einem mixed Team Format als Best-Ball? Nein, stattdessen das was man Woche für Woche auf den großen Turnieren sieht.

Für nicht Golfer ist Zählspiel langweilig anzuschauen und schwer zu erklären. Selbst für den Kenner kann es eher träge sein. Siehe Nedbank Golf Challenge im Dezember 2015. Ein Turnier von Weltformat mit einem elitären Starterfeld von nur 30 Spielern – langweilig und ohne Spannung.

Fazit

Es wurde und wird eine große Chance vergeben Golf als attraktive Sportart zu zeigen. Dem Ruf wird es nicht helfen. Wir dürfen gespannt sein wie lange Golf olympisch bleibt. Diese Zeit muss man aber nutzen und Golf zeigen als das was es ist. Großartig, sportlich und anspruchsvoll. Eine „Gentlemen“ Sportart bei dem Fairplay großgeschrieben und auch gelebt wird.